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Obwohl Diepoldsaus Frauen in der Qualifikation zwei Mal verloren hatten, sind sie am Final4-Turnier vom 23. Februar 2025 in der AXA-Arena vor total knapp 3000 Zuschauern das stärkste Team und verteidigen ihren Schweizer Meistertitel. Silber geht an Jona, Bronze holt sich Kreuzlingen.
Diepoldsau gegen Jona – so lautete die Affiche am Sonntagnachmittag in der AXA-Arena im grossen Finalspiel um den Schweizer Meistertitel. Und das Duell versprach viel Spannung, hatten doch diese beiden Teams die letzten beiden Titel gewonnen. Jona vor zwei Jahren, Diepoldsau letztes Jahr. Die Favoritinnen in dieser Partie waren aufgrund der Qualifikation die Diepoldsauerinnen. Sie hatten nicht nur die Qualifikation gewonnen, sondern auch beide Direktduelle gegen Jona. Die Equipe legte optimal los und konnte den ersten Satz mit 11:7 gewinnen.
Dann aber meldete sich Jona in diesem Spiel zurück. Die Zuspiele wurden präziser und im Angriff punktete Celina Traxler zuverlässig. So schafften es die Aussenseiterinnen nach Sätzen auszugleichen. Die Partie war damit so richtig lanciert und im dritten Satz schenkten sich die Teams nichts. Viele lange Ballwechsel mit teilweise spektakulären Aktionen waren die Folge. Als es 9:8 für Jona stand, konnten die Rheinsinslerinnen mit drei Punkten in Serie die Satzführung wiederherstellen. Damit war der Bann gebrochen. Im vierten Satz waren sie dann das klar bessere Team und konnten diesen mit 11:2 für sich entscheiden. Die erfolgreiche Titelverteidigung war damit Tatsache. «Es ist unbeschreiblich vor dieser Kulisse mit so vielen Leuten, die mit uns Faustball feiern, den Titel zu gewinnen. Das war heute einfach geil», freute sich Diepoldsaus Angreiferin Tanja Bognar nach dem Titelgewinn.
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Kreuzlingen holt Bronze
Im Bronzespiel kam es zum Duell zwischen Elgg-Ettenhausen und Kreuzlingen. Beide Teams waren in ihren Halbfinalspielen nicht wie gewünscht auf Touren gekommen. In der Qualifikation hatte Elgg-Ettenhausen beide Direktduelle gewonnen, doch in diesem Bronzespiel zeigte sich schon bald, dass die Elggerinnen sich in diesem Spiel schwertun. Sie begingen ungewöhnlich viele Eigenfehler, während Kreuzlingen sich im Vergleich zum Halbfinal deutlich steigern konnte. Vor allem im Angriff waren die Kreuzlingerinnen viel gefährlicher. Und auch wenn Kreuzlingen mehrmals einen vermeintlich komfortablen Vorsprung fast noch preisgab, setzte es sich letztlich verdient mit 3:0 durch und sichert sich Bronze. Elgg-Ettenhausen, das in der Qualifikation noch den zweiten Rang belegt hatte, ging dagegen etwas überraschend leer aus.
Resultate Final-4-Turnier Frauen Nationalliga A
Halbfinals: Diepoldsau vs. Kreuzlingen 3:0 (11:7, 11:6, 11:4),Elgg-Ettenhausen vs. Jona 1:3 (5:11, 11:7, 7:11, 6:11). – Bronzespiel: Kreuzlingen vs. Elgg-Ettenhausen 3:0 (13:11, 11:9, 13:11) – Finalspiel: Diepoldsau vs. Jona 3:1 (11:7, 5:11, 11:9, 11:2)
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Oberentfelden entthront Diepoldsau und holt den Titel
Die Faustballer aus Oberentfelden verhindern den Titelhattrick von Diepoldsau und sichern sich den Schweizer Meistertitel dank einer starken Teamleistung. Bronze ging an Affeltrangen.
Diepoldsau ist mit einer klaren Mission zu diesem Final4-Turnier in der AXA Arena angetreten. Die Rheininsler wollten den Titel-Hattrick in der Halle schaffen. Nach einem hart erarbeiten 4:3-Sieg im Halbfinal gegen Affeltrangen kam es im Final zum Aufeinandertreffen mit Oberentfelden, das in der Qualifikation hinter Diepoldsau den zweiten Rang belegt hatte. Die zwei besten Teams in der Qualifikation waren also auch die stärksten am Final4.
Im ersten Satz meldete Diepoldsau seine Ambitionen klar an. Sie waren deutlich stärker als Oberentfelden, das zu viele Eigenfehler beging. Der erste Durchgang ging somit klar an Diepoldsau. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde Oberentfelden immer besser und spätestens ab Mitte des zweiten Satzes waren die Aargauer die spielbestimmende Mannschaft. Überraschend deutlich konnten sie die nächsten drei Sätze mit 11:6, 11:6 und 11:3 für sich entscheiden.
Doch Diepoldsau wäre nicht Diepoldsau, wenn es sich so leicht geschlagen geben würde. Schon vor einem Jahr hatten sie im Final – damals gegen Elgg-Ettenhausen – einen 1:3-Satzrückstand aufgeholt. Und auch diesmal setzten die Rheininsler zur Aufholjagd an. Den fünften Durchgang holten sie sich mit 11:6. Im sechsten Durchgang hielt Oberentfelden dann aber wieder stark dagegen und konnte seinen zweiten Matchball zum 11:9 verwandeln. «Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als wir den Matchball verwerten konnten. Wir haben als Team auf und neben dem Platz viel investiert für diesen Sieg und haben eine Topleistung abgerufen», freute sich Oberentfeldens Angreifer Swen Aebersold, der den Matchball verwertet hatte und so seinen ersten persönlichen Schweizer Meistertitel geholt hat.
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Affeltrangen holt Bronze
Die Affeltranger, die am Tag zuvor beinahe den grossen Favoriten Diepoldsau ausgeschaltet hätten, zeigten sich auch am Bronzespiel von ihrer besten Seite. Gegen Elgg-Ettenhausen, das am Vorabend bis kurz vor 22:30 Uhr im Einsatz gestanden hatte, waren sie von Beginn an die bessere Mannschaft und erspielten sich schnell einen 3:0 Satzvorsprung. Im vierten Durchgang schien es dann so, als ob auch die Elgger im Spiel angekommen wären. Sie erspielten sich eine 9:4-Führung, verloren dann aber sage und schreibe sieben Punkte in Folge und damit auch die Partie mit 0:4. Affeltrangen gewinnt so wie bereits im Vorjahr die Bronzemedaille.
In der Barrage wurde am Samstag noch um den letzten Startplatz in der Nationalliga A für die kommende Hallensaison gespielt. Dort setzte sich NLA-Schlusslicht Wigoltingen gegen die beiden NLB-Vertreter Widnau und Vordemwald jeweils mit 3:0 durch und verbleibt damit in der höchsten Schweiz Spielklasse. Diese Partien wurden ebenfalls im Rahmen des Final4-Turniers in der AXA-Arena ausgetragen.
Resultate Final4-Turnier Männer Nationalliga A
Habfinals, Diepoldsau vs. Affeltrangen 4:3 (11:4, 11:9, 10:12, 11:2, 7:11, 5:11, 11:6), Oberentfelden vs. Elgg-Ettenhausen 4:1 (13:11, 8:11, 11:6, 11:9, 11:5). – Bronzespiel: Affeltrangen vs. Elgg-Ettenhausen 4:0 (11:8,11:6, 11:4, 11:9). – Finalspiel: Oberentfelden vs. Diepoldsau 4:2 (4:11, 11:6, 11:6, 11:3, 6:11, 11:9).